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"Vom Kern aus gewachsen - von starken Wurzeln zu neuen Trieben"

30 Jahre Pro Silva Austria

Freitag 6.Mai 2022 - beim Forsthaus in Altenmarkt 76

30 Jahre Pro Silva Austria

Zu Mittag fand beim Forsthaus in Altenmarkt eine kleine Feier zu unserem 30 jährigen Jubiläum statt.

Zum 30 Jahr Jubiläum sprach DI Bertram Blin, als ehemaliger Präsident des Österr. Forstvereines und Gründungsmitglied. Dr. Josef Spörk gab einen geschichtlichen Rückblick über die Entwicklung von Pro Silva in seiner aktiven Zeit. DI Johannes Wohlmacher, als aktueller Präsident des Forstvereines lobte die gute Zusammenarbeit und ermunterte Pro Silva «Der Stachel im Fleisch» des Forstvereines zu sein, um die Wald-Wildfrage und neuste Entwicklungen in den Fokus zu stellen. Dr. Eckart Senitza gab schließlich einen Überblick über die letzten Entwicklungen und einen Ausblick in die Zukunft.

Grußworte brachten MR Dr. Johannes Schima und der Präsident des Steirischen Forstvereines DI Norbert Seidl, der besonders für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit von Förster Ing. Günter Petrowitz (Malteser Waldbetrieb) dankte.

Besondere Grüße auch als Representant der internationalen Vernetzung überbrachte Dr. Peter Csépany, der Vizepräsident von "Pro Silva Hungaria".

Die Die musikalischen Akzente setzten die beiden Bezirksförster Stefan Schweighofer (BH Hartberg-Fürstenfeld) und Lukas Helm (BH Weiz) an der Steirischen Harmonika.

 

 

Klare Ziele - immer noch aktuell

Die wesentlichen Ziele waren, die natürliche Lebenskraft der Wälder zu erhalten und die Stabilität zu verbessern, die Funktionen und Leistungen nachhaltig zu sichern, praktischen Erfahrungsaustausch sowie Tagungen und Kolloquien zu fördern, waldökosystembezogene Forschung und Lehre zu fordern, über die ganzheitliche Waldbetrachtung zu informieren und eine entsprechende Gesetzgebung zu unterstützen. Auch heute ist Pro Silva der Überzeugung, dass ein hoher Grad an Naturnähe durch aktive Dauerwaldbewirtschaftung den zukünftigen Folgen des Klimawandels im Ökosystem Wald deutlich besser begegnen kann als technokratische Ansätze.

Von der Arbeitsgruppe zum eigenständigen Verein

Nach anfänglichen Aktivitäten einer kleinen Gruppe konnte eine wachsende Anzahl von Mitgliedern im Jahr 2000 unter Dr. Josef Spörk (Obmann 1998-2006) in Schnifis (Vorarlberg) «Pro Silva Austria» als eigenständigen Verein aus dem Forstverein herauslösen. Zwischen beiden Organisationen besteht seither eine gute Partnerschaft mit wechselseitiger Teilnahme der jeweiligen Präsidenten in den jeweiligen Vorständen. Seitdem wurden jährlich zwei Regionaltagungen und zahlreiche Auslandsreisen organisiert und der Verein konnte laufend wachsen. Ab 2006 führte Dr. Georg Frank (BFW) Pro Silva weiter. In dieser Phase wurden die Positionspapiere zu «Wald im Klimawandel» und «Biomassenutzung im Wald» erarbeitet. ?

Öffentlichkeitsarbeit verbessern

Im Herbst 2012 hat Dr. Eckart Senitza, Privatwaldbesitzer aus Kärnten, den Vorsitz übernommen. In der ersten Zeit wurde die Homepage vollkommen neu aufgesetzt, die nun einen umfangreichen Überblick über die Grundlagen und Aktivitäten von Pro Silva Austria bietet. Zusätzlich wurde das Rundschreiben als mehrseitige bebilderte Broschüre und auch als elektronischer Newsletter stark erweitert und in der Aussendungsfrequenz gesteigert. Verbesserte Presseaussendungen wurden erstellt und Fachjournalisten regelmäßig zu den Veranstaltungen eingeladen. Inzwischen wurden weitere Positionspapiere zu «Wald-Wild-Jagd» und «Biodiversität im Wald» erarbeitet.

Neue «Veranstaltungsformate» entwickeln !


Mit großer Unterstützung aus dem erweiterten Vorstandsteam konnten inzwischen – auch angeregt durch die Onlinemedien – neue Formate für Veranstaltungen entwickelt werden: So gab es 2022 den zweiten «Wald-Web-Talk» mit weit über 100 Teilnehmern auch aus Deutschland und spannende Diskussionen. 2021 wurden erstmals Sommerpraxistage in Kooperation mit der FAST Traunkirchen entwickelt und angeboten. Fritz Wolf bietet sein «Silvasophicum» als Waldurlaub auch über Pro Silva an. Durch Konzeption von Franz Reiterer finden seit 2018 «Sommergespräche» zu aktuellen Schwerpunktthemen mit prominenten Gesprächspartnern statt: Dr. Rudolf Freidhager (ÖBF), Franz Kroiher (Thüneninstitut), Prof Rupert Seidl (TUM) u.v.a.m. - Schon seit 2013 gibt es regelmäßig eine «Pro Silva Exkursion», die im Rahmen der Österreichischen Forsttagung angeboten wird und die Verschränkung beider Vereine verstärkt.

Weiteres Wachstum, die Wurzeln im Boden

Seit 2009 sind die Mitgliederzahlen von rund 370 ständig auf derzeit über 500 gewachsen und der Verein hat auch hier eine deutliche Verjüngung erfahren. Bei rund 10 Veranstaltungen im Jahr haben seit dem Jahr 2000 fast 170 Veranstaltungen mit insgesamt 5.800 Teilnehmern stattgefunden. Wesentliche Basis bleiben dabei Exkursionen im Wald mit intensiven Diskussionen auf Augenhöhe, Auszeigeübungen und «Kollegiale Waldberatungen». Über die Hälfte der Mitglieder sind Waldbesitzer und Forstbetriebe und zunehmend auch «waldfremde» Waldbesitzer und an ökologischer Waldbewirtschaftung Interessierte.

Stark verjüngter Vorstand seit 2021

Zur «jungen Generation» im Vorstand zählen Dr. Alois Simon (LFD Tirol), Dr. Erhard Ungerböck (FV Grafenegg), sowie DI Nastasja Harnack (BFW Wien), DI Sebastian Lipp (BH Tamsweg) und DI Hannes Berger (Forstamt Stadt Wien). Die Geschäftsführung liegt bei DI Stefan Heuberger (Forstfachschule Traunkirchen). So kann Verein strukturiert in die Zukunft wachsen. Der Vorsitzende Dr. Eckart Senitza wurde für eine weitere Periode bestätigt.

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