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Anmeldung

Begrenzte Teilnehmerzahl in der Reihenfolge der Anmeldung; feste Schuhe und gegebenenfalls Regenschutz empfohlen; ACHTUNG: es gelten die jeweils aktuellen Corona-Regeln (3G-Nachweis)

Seminarbeitrag pro Teilnehmer € 100,-, Seminarbeitrag gefördert € 50,- für den förderbaren Personenkreis (LF-Betriebsnummer)

Paket enthält: ggf. Fahrt mit dem Kleinbus ab Traunkirchen, Pausengetränke und Abschluss-Picknick im Wald. Mittagessen individuell und gesondert zu bezahlen; Anmeldung im Sekretariat des BFW Traunkirchen Tel.: +43-(0)7617/21444 Fax: +43-(0)7617/21444-391

E-mail: fasttraunkirchen@bfw.gv.at ;  http://www.fasttraunkirchen.at

Treffpunkt

Waldcampus Traunkirchen, Forstpark 1, 4801 Traunkirchen, www.waldcampus.at

Dort ist auch eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben. Bitte direkt anfragen.

Karte zum Treffpunkt

Schlechtwetter-Alternativprogramm bei mäßigem Schlechtwetter: Vormittag Indoor-Vorträge und Diskussion, Nachmittagsprogramm unverändert; bei sehr schlechtem Wetter muss die Veranstaltung entfallen; telefonische Rückfragen bis am Vorabend bei Stefan Heuberger 0664-1906777

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"Klimaanpassung und naturnaher Waldbau"

1.Sommerpraxistag - Lehrfost Traunkirchen

Auszeigeübungen im Lehrforst des Waldcampus Traunkirchen (OÖ)

Dienstag 24.August 08:30-16:00 Lehrforst Traunkirchen

Die professionelle Bewirtschaftung von plenterartigen Strukturen und die Umwandlung bestehender Altersklassenwälder sind im Lichte der Klimaerwärmung mögliche Strategien für einen nachhaltigen und zukunftsträchtigen Waldbau. Diese vermeintliche chaotische Waldwirtschaft wird teilweise unterlassen, weil die Struktur dahinter nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Es gibt Werkzeuge und Ideal­-Vorstellungen durch die ein naturnaher Waldbau im Dauerwald erlernt werden kann.

Zielsetzung

Im Rahmen dieses Kurses werden neben den theoretischen Grundlagen, waldbauliche Ausgangssituationen vorgestellt und Ansätze zur Entwicklung oder dem Erhalt dauerwaldartiger Waldstrukturen diskutiert.

Im Lehrforst des Waldcampus Traunkirchen wird aktuell das erste „Martelloskop“ (*) in Österreich in Kooperation mit Pro Silva eingerichtet. Es handelt sich hierbei um einen vollerhobenen Waldbestand, wodurch in Auszeigeübungen tatsächliche Bestandesveränderungen sichtbar gemacht werden. So kann etwa direkt nach dieser Übung festgestellt werden, ob die gesetzten Zielsetzungen erreicht wurden. Zusätzlich werden neben dem entnommenen Vorrat oder Baumartenverschiebungen, auch der ökonomische und ökologische Wert im verbleibenden und ausscheidenden Bestand quantifiziert.

Mit Stand Dezember 2020 gibt es dieses Marteloscope-Netzwerk in 16 europäischen Partnerländern und umfasst 115 Flächen. Die Software wird vom EFI (European Forest Institute) zur Verfügung gestellt und kann mit einem Tablet im Wald bedient werden. Durch diese ständige Eichung der eigenen Auszeige ist eine zielgerichtete Weiterentwicklung und Reflexion möglich.

Prof.Dr. Martin Guericke

Prof. Dr. Martin Guericke, Forstwissenschaftler, vertritt seit 2006 das Fachgebiet „Waldwachstumskunde“ am Fachbereich für Wald und Umwelt an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

Neben Lehre und praxisnaher Forschung ist er seit 2007 als Studiengangsleiter für den Studiengang Forstwirtschaft verantwortlich.

Nach dem Studium der Forstwissenschaften in Göttingen absolvierte er sein Referendariat in der Niedersächsischen Landesforstverwaltung. Zwischen 1990 und 2006 sammelte er berufliche Erfahrungen als Forsteinrichter, als Sachgebietsleiter an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt sowie als stellvertretender Forstamtsleiter in Bad Lauterberg, Südharz. 2001 promovierte er am Institut für Waldbau der Georg-August-Universität Göttingen über die Wuchsdynamik von Mischbeständen aus Buche und Europ. Lärche (Larix decidua Mill.) als Grundlage für ein abstandsabhängiges Einzelbaumwachstumsmodell.

Waldbauprofessor Martin Guericke von der Fachhochschule Eberswalde (D) wird uns mit seiner langen Marteloscope-Erfahrung durch den sommerlichen Praxistag begleiten.

Der Sommerpraxistag soll in entspannter Atmosphäre im Lernraum Wald stattfinden. Neben fachlichen Informationen soll der kollegiale Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kommen. Nicht zuletzt wollen wir die Anwesenheit von Prof. Guericke zu einem grenzüberschreitenden Dialog nutzen.

Die Veranstaltung findet als Kooperationsprojekt von BFW Traunkirchen und Pro Silva Austria statt.

Programm

  • 08:45 Treffpunkt Waldcampus Traunkirchen
  • 09:00 Abmarsch/Abfahrt in den Lehrforst
    • Besichtigung eines plenterartigen Zielbestandes
    • Grundlagen, Stammzahlenhaltung, Gleichgewichtsvorrat, Plenterkern
    • Auszeigeübung im Zielbestand
  • 12:00 Mittagessen im Wald oder bei Schlechtwetter im Waldcampus
  • 13:00 Auszeigeübung im Marteloscope Altersklassenwald
    •  mit Zielsetzung der Überführung in einen mehrschichtigen Dauerwald
    •  Diskussion der Ergebnisse
    •  Resümee

Moderation: Stefan Heuberger

* Marteloskop

Das Konzept „Marteloskop“ wurde ursprünglich in Frankreich (Max Bruciamacchie, AFI) entwickelt und vor allem in französischen Privatwäldern erprobt und angewendet.  Der Name leitet sich von der französischen Bezeichnung für die Auszeichnung („martelage“) von Bäumen und vom Griechischen „skopein“ (schauen) ab. Der Begriff soll also verdeutlichen, dass in einem Marteloskop die Auswahl von Bäumen veranschaulicht wird und dadurch diskutiert werden kann. Entsprechend wurde das Instrument ursprünglich zur Simulation verschiedener waldbaulicher Behandlungen bzw. Nutzungsszenarien entwickelt.

Veranstaltungsanmeldung

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