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Präsentationen

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Treffpunkt

Parkplatz Schwarzensee - etwa 8 km nordöstlich von St. Wolfgang, Zufahrt über Rußbach, ab B 158 Wolfgangsee-Landesstraße angeschrieben

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St.Wolfgang

St. Wolfgang war im 15. und 16. Jahrhundert einer der bedeutendsten Wahlfahrtsorte Mitteleuropas und ist bis heute eines der meistbesuchten Reiseziele in OÖ. Besonders bekannt ist der Adventmarkt. Wer als individuelles Vorprogramm den Ort St. Wolfgang besuchen möchte, möge genug Zeit einplanen (Parkmöglichkeit nur außerhalb des Ortes).

"Krise oder Zeitenwende ? " -

forstliche Betrachtungen am Beispiel Bergwaldbewirtschaftung

Sommergespräch - bei St.Wolfgang (OÖ)

Donnerstag, 3.September 2020 - Forstbetrieb Scheidt
download des Artikels aus Forstzeitung 10/2020

Bei prächtigem Sommerwetter fanden sich 37 Teilnehmer zu einer Impuls- und Diskussionsveranstaltung. Dankenswerter Weise war Prof. Rupert Seidl extra angereist und wir hatten sogar Teilnehmer aus sieben Bundesländern, eine Bestätigung für das Interesse an diesem Format und auch ein Zeichen der Sehnsucht, sich endlich wieder einmal im Wald zu begegnen.

Eine praxisorientiere Waldbegehung mit Analysen von Boden und Wasserhaushalt, sowie eine in Stationen geführte Themendiskussion gaben vielfältige Impulse. Die kulinarische Stärkung auf einer Waldlichtung war ein gastfreundlicher Akzent und wurde von der Fa.Eder (Wolfenbüttel, D) unterstützt, die auch kurz Entrindungsanbaugeräte für die Motorsäge vorführen konnte.

„Speziell im Bergwald klaffen Ertragslage und gesellschaftliche Ansprüche zunehmend auseinander“, erklärte auch Franz Reiterer von Pro Silva bei der Begrüßung der Exkursionsteilnehmer. Das Bodenkapital bedarf besonderer Beachtung. Vorstandsmitglied DI Stefan Heuberger von der Forstfachschule Traunkirchen zeigte an den zwei Haltepunkten mit aufgegrabenen Bodenprofilen die Unterschiede der Wasservorräte an den beiden Exkursionspunkten: Wurden am Standort am Unterhang – eine tiefgründige Kalkbraunerde mit moderartigem Mullhumus – Wasservorrat für 70 bis 80 Tage errechnet, waren es am 100 m höher gelegenen Punkt – bei viel geringerer Gründigkeit und wesentlich stärker spürbarem Rendzina-Charakter des Bodens – nur mehr 15 bis 20 Tage.

Auf großen Kahlflächen kann es vor allem auch nach Windwurf oder Kahlschlag zu Erosion und durch die Sonneneinstrahlung angeregten mikrobiellen Humusschwund. Unter Verjüngungskegeln ist die Wasserspeicherkapazität messbar höher.

Dr. Erhard Scheidt, der Eigentümer des Forstbetriebes, erläuterte die wechselvolle Betriebsgeschichte und die Zusammenhänge mit der Salzgewinnung. Es braucht Voraussetzungen die Motivation zur Waldbewirtschaftung zu behalten und so führen Auseinandersetzungen mit Naturschutzinteressen zu eingeschränkten Forststraßenbauten, was die Erreichbarkeit von borkenkäferbefallenen Bäumen stark erschwert.

Prof. Rupert Seidl (TU München, Weihenstefan) wies auf die Kohlestoffspeicherung im Holz und in den Holzprodukten hin. Ein örtlicher Zimmerer fand eindrucksvolle Apelle, im Holzbau stärker initiativ zu werden. Durch Baumartenmischungen, Erhöhung der Laubwaldanteile und ev. vorsichtige Ergänzung durch kalabrische Tanne kann die Resilienz der Waldbestände insgesamt erhöht werden. Bei Durchforstungen müsse an oberster Stelle die Frage stehen, wie der verbleibende Bestand vitalisiert werden kann. „Seit 30 Jahren reden wir vom Waldumbau. Jetzt sollten wir ihn auf die Fläche bringen“, mein Prof. Seidl und verwies er auf die Klimafitness als möglichen Steigbügel für einen engagierten und umfassenden Bestandesumbau.

Der vollständige Artikel wurde in der „Forstzeitung“ 10/2020 S 24-25 veröffentlicht und kann von unserer Webseite geladen werden.

Veranstaltungsanmeldung

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