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Regionaltagung Oberösterreich

„Risikomanagement im Klimawandel...“

Donnerstag 25.April 18:00 bis Freitag 26.April 14:30 - Raum Vöcklamarkt

Der Betrieb

Der rund 1.200 ha große Forstbetrieb Redltal der Familie Limbeck-Lilienau liegt im Übergangs­gebiet von Hausruck und Kobernausserwald im Oberösterreichischen Alpenvorland. In den vergangenen Jahren war der Betrieb immer wieder von Käfer-, Naßschnee- und Windwurf-Kalamitäten betroffen. Ein höherer Anteil vernäßter Standorte ist mitunter eine besondere Herausforderung für die Bewirtschaftung.

Förster Anton Weiglhuber ist langjähriges Pro Silva Mitglied. Er bemüht sich als Betriebsleiter nunmehr schon viele Jahre um die Weiterentwicklung des ehemaligen Altersklassenwaldes – vorrangig aus Gründen der Risikominimierung. Unbestritten nimmt die Aktualität des Themas stetig zu. 

Risikomanagement

Die klimabedingt geänderten Rahmen­bedingungen erfor­dern einen Strategie­wechsel in der forstlichen Bewirtschaftung. Zunehmend ist die Risikominimierung ein wesentlicher Teil der Ertragsoptimierung.  Risiko­analyse, Risikobewertung, Risiko­streuung, Risiko­überwachung bis hin zu Notfallplänen sind in der Wirtschaft fixe Elemente des Risiko-Management-Prozesses.

Naturnahe Waldbewirtschaftung reduziert per se Risiko. Zunehmend gibt es forstliche Konzepte zum Risiko­manage­ment auf den Ebenen Bestand, Betrieb und Region. Waldbauliche Ansätze betreffen Baumartenwahl, Mischungsart, Mischungsform,  Vorrats- und Stammzahlhaltung, Pflegestrategie usw.). Wichtig sind überdies Forstschutzthemen (Käferprophylaxe u.v.m). Aber auch Themen wie Planung & Risiko, Erschließung, Anlage von Nasslagern, Löschwasservorräten bis hin zur Forstorganisation können vor Ort andiskutiert werden.

Wissensvermittlung durch Kollegiale Waldberatung

Im Vordergrund der Tagung soll ein fachlicher Meinungsaustausch stehen. Wir sehen uns als „Community of practice“: Im Rahmen einer Kollegialen Waldberatung wollen wir in einer strukturierten Diskussion an Beispielsflächen verschiedene Aspekte des betrieblichen Risikomanagements erörtern.  Jede(r) ist zur aktiven Teilnahme aufgerufen. Alle sollen die  „Schwarm-Intelligenz“ nutzen können.

Überdies konnten wir als Experten Herrn Michael Held gewinnen, der als ehemaliger Leiter des Forstbetriebes Neureichenau der Bayrischen Staatsforsten langjährige Erfahrungen zum Thema einbringen kann. Ihm sei schon jetzt herzlich gedankt!

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Programm

Donnerstag, 25. April 2019 - Fornach                   

Kamingespräch mit jenen Teilnehmer(innen), die bereits am Vortag anreisen;

Kamingespräch zum Thema „Umstellung auf Dauerwald­bewirtschaf­tung als Beitrag zum forstbetrieblichen Risikomanagement“

Anknüpfend an die Tagung im Vorjahr nutzen wir die Gelegenheit, mit Herrn Michael Held in gemütlicher Runde über Themen zu diskutieren wie:

  • Erfahrungen nach 10 Jahren „100-Baum-Konzept in Fichten(misch-)beständen“ der BaySF
  • Borkenkäfer-Management
  • Organisation der Jagd
  • Wie sieht die Öffentlichkeit die Problemlösungskompetenz der Waldbesitzer und Forstleute in Fragen zu Waldmanagement und Klimawandel-anpassung?
  • Was bedeutet das bayrische Artenschutz-Volksbegehren für die Waldbewirtschafter?

Freitag, 26. April 2019 - Redleiten

Exkursion und Kollegiale Waldberatung

Themen der Kollegialen Waldberatung
  • Das 100-Baum-Konzept der BaySF als taugliches Konzept zur Fichten-Mischwald-Bewirtschaftung und zur Umstellung auf Dauerwald im Lichte des Klimawandels ?
  • Es möge im Vorfeld die Studie „Bewirtschaftung von Fichten- und Fichtenmischbeständen im Bayrischen Staatswald“ durchgesehen werden.
  • Zielbestockung, Mischwuchsregulierung und Pflege unter Schirm – wieviel Lenkung braucht der Dauerwald?
  • Labile Standorte: Bewirtschaftung auf Feuchtstandorten

Moderation Franz Reiterer

Weitere Statements:

  • Rotwild im Alpenvorland – Bewirtschaftung einer Inselpopulation (Anton Weiglhuber)
  • Kennen Sie „PEP“ – die Produktionszielorientierte Entscheidungshilfe für Plenterung und Plen­ter­überführung der FVA Baden-Württemberg ?
  • Tanne – Chancen und Risiken (Vorstandsmitglied Stefan Heuberger)
  • Planung mittels Standortsbetriebsklassen zur Risikominimierung (Franz Reiterer)

Mittagsimbiss im Wald auf Einladung des Forstbetriebes

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Veranstaltungsanmeldung

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