











Bis 1.April an die Geschäftsführung, DI Stefan Heuberger bzw. Ing. Sebastian Jungbauer 0650-9975993, gf@prosilvaaustria.at oder Online. Beitrag wird vor Ort kassiert.
Treffpunkt:
Treffpunkt: 8:45 Camping „Müllerhof“ am Südufer des Keutschacher Sees, Dobein 10, 9074 Keutschach am See
Kosten: pro Teilnehmer € 35,- (Nicht-Mitglieder € 40,-), maximale Teilnehmerzahl 40 Personen
Sonstiges: Bitte Ausrüstung für Schlechtwetter und kurze Wegstrecken im Wald mitbringen.
Lage: Die Flächen liegen südlich des Keutschacher Sees am Nordhang des Sattnitzzuges in 500-700m Seehöhe
Anreise: von Westen Südautobahn Abfahrt Velden, weiter über Schiefling am See, von Osten über Klagenfurt/Wörthersee, Süduferstrasse bis Reifnitz oder über Viktring nach Keutschach am See und weiter nach Dobein
Wir widmen diese Exkursion auch der Erinnerung an unseren geschätzten Kollegen DI Markus Wedenig, der das Revier in Dobein vorbildlich forstlich betreut hat und den Grundstein für die nun sichtbare Entwicklung gelegt hat. Darüberhinaus hat Markus durch besonderen persönlichen Einsatz auch parallel die Jagd betreut und den Rehwildabsschuß in wenigen Jahren auf ein verjüngungsfreundliches Maß gesteigert.
Markus ist leider am Nachmittag unserer letzten Pro Silva Exkursion zum Betrieb Lodron am 16.Mai 2025 drei Tage nach seinem 60ten Geburtstag verstorben. Wir behalten ihn als Vorkämpfer für vorbildlichen Waldbau und waldgerechte Jagd in Erinnerung.
Exkursionsleitung: DI Jakob Kavallar, BFW Naturwaldreservate, Moderation: Eckart Senitza
Nach dem Tod von unserem langjährigen Mitglied DI Markus Wedenig hat DI Jakob Kavallar die Betreuung des rund 600 ha großen Privatwaldbesitzes südlich des Keutschacher Sees übernommen. Eine massive Borkenkäfergradation hat in den vergangenen 10 Jahren die Wälder des Betriebes grundlegend verändert. Der entstandene Schaden umfasste eine Kahlfläche von über 100 ha, welche bewusst der natürlichen Verjüngungsdynamik überlassen wurde. Große Mengen abgestorbener Fichten blieben als stehendes Totholz im Bestand erhalten. Das bereits seit 1997 bestehende Naturwaldreservat wurde auf eine Gesamtfläche von über 40 ha erweitert.
Die Waldbestände in Dobein sind zu einem großen Teil durch die Kahlschlagwirtschaft der Metallindustrie des vergangenen Jahrhunderts geprägt. Zur darauffolgenden Bestandesbegründung wurden weitgehend standortfremde Fichtensamen ausgesät. Die Betriebsziele der vergangenen Jahrzehnte waren durch sehr extensive Bewirtschaftung und das Überlassen der Waldflächen an die natürliche Sukzession gekennzeichnet.
Flächige Kalamitäten durch Schnee- und Eisbruch haben seit 2014 dazu beigetragen, dass ich über die gesamte Waldfläche eine gigantische Borkenkäferdegradation entwickeln konnte. Seit 2016 wurden aus den ursprünglich vorratsreichen Fichtenwäldern 100.000 Efm Kalamitätsholz abgeführt. Im Zuge der Aufarbeitung wurde die Feinerschließung des Reviers umfassend ausgebaut. Aufgrund der rasant steigenden Schadholzmenge und der Ausbreitung auf die gesamte Betriebsfläche entschied man sich, bei der Aufarbeitung der Kalamitäten die Reviergrenzen zu fokussieren. Große Flächen mit befallenen und abgetrockneten Fichten wurden stehen gelassen. Die Totholzinseln prägen auch heute noch das Waldbild des Betriebs.
Die einst dunklen, gleichaltrigen Fichtenreinbestände sind mittlerweile flächig durch Lücken und Schläge unterschiedlicher Größe aufgelockert. Das Ziel ist die möglichst schnelle Wiederverjüngung der Schadflächen durch Naturverjüngung aller potenziell standorttauglichen Baumarten. Langfristig soll daraus ein stabiler Mischwald entstehen. Neben den aktuell guten Voraussetzungen für die Bestandesverjüngung hat sich auch der Lebensraum für Wild mit einem attraktiven Nahrungsangebot und ausgezeichneten Deckungsmöglichkeiten signifikant verbessert. Das intensive Wildmanagement der vergangenen Jahre hat ein flächiges Ankommen der Tanne ermöglicht.
Die Entwicklung der Verjüngung und der begleitenden Strauchschicht geht jedoch mit zunehmenden Erschwernissen für das Wildmanagement einher. Eine der größten Herausforderungen wird es auch in den kommenden Jahren bleiben, die Jagdmethoden an die veränderten Bedingungen anzupassen, um in weiterer Folge die Wilddichte auf einem verträglichen Maß zu halten.
Referenten (angefragt)
Bezirksförster Ing. Helmut Themeßl – Rückblick
DI Martin Steinkellner (BFW) – Entwicklungen im NWR seit 10 Jahren
Josef Stampfer - Präsentation Wildmanagement der letzten 10 Jahre